Sandra Schmid

Sandra ist seit 2019 bei der Geiger Gruppe und betreut den Bereich Ökokonten und Ausgleichsflächen in der Abteilung Flächen und Liegenschaftsmanagement.

Mit den Ökokonten können wir etwas Neues und Langfristiges schaffen, einen Beitrag für die Unternehmensgruppe leisten und tuen gleichzeitig auch der Natur und den Menschen, die die Flächen bewirtschaften, etwas Gutes.

Sandra Schmid

Im Gespräch mit Sandra:

Was umfasst dein Aufgabenbereich bei Geiger?

Der Bereich der Ökokonten und Ausgleichsflächen umfasst ein großes Aufgabenspektrum – angefangen von der Sicherung der Flächen über die Planung, Umsetzung und langfristige Pflege bis hin zum Verkauf der Ökopunkte. 

Was genau haben Ökopunkte mit den Geiger Bauprojekten zu tun?

Für die Umsetzung von Bauvorhaben und Projekten brauchen wir und auch unsere Partnerinnen und Partner naturschutzfachliche Ausgleichsflächen. Mit Ökokonten können wir diese Flächen idealerweise bereits im Vorhinein bereitstellen und so Projekte im Genehmigungsverfahren beschleunigen. 

Ziel ist es, besonders hochwertige Ausgleichsflächen zu schaffen und sinnvoll in die jeweilige Umgebung zu integrieren. Dafür muss erst einmal geprüft werden, welche Maßnahmen wo Sinn machen und womit wir die besten Aussichten auf eine erfolgreiche naturschutzfachliche Aufwertung haben. 

Seit ich bei Geiger bin, haben sich die Ökopunkte und Ökokonto-Projekte stark weiterentwickelt. Sie spielen heute sowohl für unsere eigenen Bauprojekte als auch für die Vorhaben unserer Partnerinnen und Partner eine wichtige Rolle bei der Realisierung von Projekten. Ein wichtiger Meilenstein war dabei das Jahr 2021: Seitdem sind wir zertifizierter Ökokontobetreiber und durch Bayerischen Landesamt für Umwelt zertifiziert. 

Was begeistert dich an deinem Arbeitsalltag bei Geiger am meisten?

Mich begeistert vor allem die Vielfalt meiner Aufgaben. Ich arbeite mit den unterschiedlichsten Menschen zusammen, bekomme Einblicke in viele Geschäftsbereiche und lerne jeden Tag etwas Neues. Gleichzeitig kann ich in einem Themenfeld tätig sein, das mich schon immer interessiert und begeistert hat. Außerdem bin ich viel draußen unterwegs und habe dadurch eine gute Balance zwischen Büroarbeit und Zeit in der Natur. 

Besonders spannend finde ich Projekte, die auf mehreren Ebenen erfolgreich sind: Einerseits ermöglichen sie die Umsetzung wichtiger Bauprojekte, andererseits entstehen hochwertige Naturschutzflächen mit langfristigem Mehrwert für Mensch und Natur. 

Gibt es ein bestimmtes Projekt, auf das du besonders stolz bist?

Mich freut es sehr, die Entwicklung unserer Biotopflächen über viele Jahre hinweg beobachten zu können. Die ersten Flächen habe ich bereits 2019 begleitet. Inzwischen wachsen und blühen auf ehemals intensiv genutztem Grünland Hecken, Streuobstwiesen und andere wertvolle Lebensräume. 

Hervorheben möchte ich die Biotope, die im Zuge der Rohstoffgewinnung entstehen. Sie entwickeln sich langfristig zu hochwertigen Lebensräumen und dienen seltenen sowie streng geschützten Arten als wichtiger Rückzugsort. Gerade auf ehemaligen Rohstoffabbauflächen können wertvolle Pionierlebensräume entstehen, beispielsweise für seltene Amphibienarten wie die Gelbbauchunke. Solche Entwicklungen zu begleiten und sichtbar zu machen, macht mich besonders stolz. 

Was sind die Herausforderungen bei der Betreuung von Ökopunkten?

Ich arbeite an der Schnittstelle zwischen Behörden, privaten Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümern sowie verschiedenen Projektbeteiligten. Dabei gilt es, unterschiedliche Interessen zu berücksichtigen und gemeinsame Lösungen zu finden. 

Eine besondere Herausforderung sind die langen Laufzeiten der Ökokonten. Sie werden für mindestens 25 Jahre angelegt und müssen auch darüber hinaus dauerhaft bestehen bleiben. Deshalb ist es wichtig, bei allen Entscheidungen langfristig zu denken. 

Manchmal würde ich trotzdem gerne einen Blick in die Zukunft werfen, um zu sehen, wie sich die Flächen in den nächsten Jahrzehnten entwickeln werden. Genau das macht die Arbeit aber auch so spannend.