Im Rahmen des Neubaus des Ausbildungszentrums für DMG MORI entstand in Pfronten ein moderner Lern- und Arbeitsort für rund 150 Auszubildende. Ziel war es, einen funktionalen und zugleich harmonisch integrierten Gebäudeteil zu schaffen, der die bestehende Struktur ergänzt und den Anforderungen einer zeitgemäßen Ausbildung entspricht.
Zur Umsetzung des Projekts waren zunächst umfangreiche Abbruch- und Aushubarbeiten sowie eine Mikropfahlgründung erforderlich. Anschließend folgte die Errichtung des Rohbaus aus Betonfertigteilen und Ortbeton. Ein zentrales Element war die anspruchsvolle Anbindung an die benachbarte Bestandshalle. Die Abfangung der vorhandenen Fundamente und der darüberliegenden Stahlkonstruktion bildete dabei einen wichtigen technischen Schwerpunkt. Diese Bereiche wurden über einen Spritzbetonverbau gesichert und in Abschnitten zurückgebaut, um eine optimale Verbindung zum Neubau zu schaffen. Für die Bauwasserhaltung wurde das oberflächennahe Grundwasser zeitweise über acht Tiefenbrunnen abgesenkt. Sämtliche Hoch- und Tiefbauarbeiten führte Geiger Hoch- und Tiefbau aus.
Eine Besonderheit des Projekts war die Abwicklung als BIM-Projekt. Alle Planungen entstanden in einem 3D-Modell, das den Planerinnen und Planern digital auf einer gemeinsamen Plattform zur Verfügung stand. Die Innovationsabteilung der Geiger Gruppe koordinierte das Modell in Zusammenarbeit mit Geiger Schlüsselfertigbau.
Die Fassade kombiniert eine hochwertige Blechfassade mit einer Pfosten-Riegel-Konstruktion. Für die Pfosten-Riegel-Fasse wurde extra ein Sonnenschutz entworfen, welcher die Kantung der Blechfassade aufnimmt und in geschlossenem Zustand das Erscheinungsbild der Hallenfassade fortführt und damit perfekt abrundet. Im Untergeschoss befinden sich Technik-, Umkleide- und Waschräume, während die oberen Geschosse moderne Schulungsräume und verschiedene Ausbildungsbereiche aufnehmen. Ein besonderes Highlight ist die offene räumliche Verbindung zur Bestandshalle. Dafür entstand eine Stahltischkonstruktion mit integrierten Werkarbeitsplätzen, die einen direkten Einblick in das angrenzende Produktionswerk bietet.
Durch die Erweiterung des Werkes wurde eine umfassende Brandschutzsanierung im Bestand notwendig. Geiger Schlüsselfertigbau stimmte sich dazu eng mit den Bauherren und darüber hinaus mit Gutachterinnen, Gutachtern und Planerinnen sowie Planern ab, um die Maßnahmen präzise zu definieren. Die Umsetzung umfasste unter anderem die Nachverdichtung der Sprinkleranlage, die bauliche Ertüchtigung des Brandschutzes, den Austausch der Brandmeldeanlage sowie neue Brandschutzabtrennungen. Teile der Arbeiten fanden während des laufenden Betriebs statt.
Mit dem Ausbildungszentrum ist ein zukunftsorientierter Bildungsbau entstanden, der bereits erfolgreich in Betrieb ging. Das Projekt zeigt, wie digitale Planung und die enge Verzahnung von Neubau und Bestand moderne Lernumgebungen schaffen können.
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