Die Geiger Bauwerksanierung ist im Rahmen einer ARGE mit der umfassenden Instandsetzung des Autobahntunnels Gräfelfing an der A96 durch die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Südbayern, Außenstelle München-Maisach beauftragt. Ziel des Projekts ist die nachhaltige Erhöhung der strukturellen Sicherheit und Lebensdauer des Bauwerks, inklusive Betoninstandsetzung, Einbau eines kathodischen Korrosionsschutzsystems (KKS) sowie dem sicheren Umgang mit asbesthaltigen Materialien.
Der zweiröhrige Tunnel aus dem Baujahr 1972 weist aufgrund von Feuchtigkeit, Chloridbelastungen durch Streusalze und Alterungsprozessen erhebliche Schäden an der Tunneldecke und der Bewehrung auf. Die Sanierung erfolgt seit 2024 abschnittsweise und umfasst insgesamt 250 Meter je Röhre.
Unsere Leistungen im Projekt sind die umfassende Betoninstandsetzung, die Installation eines kathodischen Korrosionsschutzes (KKS), Asbestsanierung, der Einbau neuer Bewehrung und Verbundankerschrauben sowie Spritzbetonarbeiten an der Tunneldecke und Beschichtungsarbeiten.
Geschädigte Betonbereiche an der Tunneldecke werden mittels Hochdruckwasserstrahlen (HDW-Technik) abgetragen. Die Schadstellen sowie bereits freiliegende Bewehrung werden vorab mit einem SRM* (KM 250) reprofiliert. Aufgrund der zu geringen Betondeckung ergibt sich die Erfordernis einer Ertüchtigung hinsichtlich des Brandschutzes. Diese erfolgt durch eine neue, zehn Zentimeter starke Betondeckungserhöhung aus PP-faserbewehrtem Spritzbeton (NSB 8L), die verdübelt und bewehrt ausgeführt wird. In diesen Bereichen übernimmt die Geiger Bauwerksanierung die Planung und Umsetzung eines kompletten KKS-Systems gemäß DIN EN ISO 12696, inklusive Anodeninstallation und umfangreicher Qualitätsmessungen. Nach erfolgter Einbettung des KKS-Systems an der Mittelwand mit SRM erfolgt die Beschichtung des Sockels mit einer Tunnelbeschichtung (AM Surface).
Im Zuge der Arbeiten müssen asbesthaltige Abstandshalter sowie Blockfugenmaterialien gemäß TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrenstoffe) entsorgt werden. Für den Ausbau der Blockfugen wurden abgeschottete Schwarzbereiche mit Unterdruckhaltung und Luftfiltration eingerichtet. Der Ausbau der asbesthaltigen Abstandshalter erfolgte nach einem ausführlichen Pilotversuch im Schwarzbereich mittels HDW-Roboter ohne weitere notwendige Schutzmaßnahmen, da eine Gefährdung durch Asbestfasern in der Luft des Arbeitsbereichs ausgeschlossen werden konnte.
Die oben genannten Arbeiten sind Voraussetzung, um die Nutzungsdauer des Bauwerks von mindestens weiteren 50 Jahren sicherzustellen.
Die Geiger Bauwerksanierung übernimmt innerhalb der ARGE die technische Leitung und stellt sicher, dass alle Arbeiten normgerecht, sicher und effizient ausgeführt werden. Durch modernste Verfahren, präzise Ausführung und ein erfahrenes Team leisten wir einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Erhaltung dieses zentralen Infrastrukturtragwerks im Großraum München.
*Sprayable Repair Mortar = Spritzmörtel
)
)
)
)