Erweiterung der Friedrich‑Fröbel‑Schule Viernheim in Holzbauweise

Abgeschlossenes Projekt
Bauzeitraum: 05/2025 bis 03/2026
Gebäudeklasse GK 3 / Sonderbau
Bruttogrundfläche ca. 1.300 m²
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Eiin Haus in Holzmodulbauweise mit einer Fassade aus Holz, ein grüner Baum rechts im Bild.

Funktionale Schulerweiterung mit flexiblen Lernräumen

Mit der Erweiterung der Friedrich‑Fröbel‑Schule in Viernheim entstand ein freistehender, zweigeschossiger Neubau in Holzbauweise, der den bestehenden Schulstandort funktional ergänzt. Die Beauftragung erfolgte im Januar 2025, der Spatenstich im Mai 2025. Die Fertigstellung folgte im März 2026. Der Erweiterungsbau umfasst rund 1.300 Quadratmeter Bruttogrundfläche und ist der Gebäudeklasse 3 als Sonderbau zugeordnet.

Der Neubau wurde in Element‑ und Modulbauweise aus Holz mit flach geneigtem Satteldach realisiert. Die modular aufgebauten Klassenräume ermöglichen eine effiziente Bauweise und schaffen zugleich eine klare ästhetische Struktur. Das Gebäude ist als Clusterschule konzipiert, bei der Flure und Foren bewusst als zusätzliche Lern‑ und Differenzierungsflächen dienen. Sitzfenster im Innenraum sowie Fenster in den Türelementen schaffen Sichtbezüge zwischen den Räumen und unterstützen flexible Lernkonzepte. Der Erweiterungsbau bietet Platz für rund 212 Schülerinnen und Schüler sowie acht Lehrkräfte.

Die Raumanordnung ist über beide Geschosse hinweg identisch. Im nördlichen Gebäudeteil befinden sich Sanitär‑ und Technikbereiche, während der südliche Bereich den Unterrichtsräumen vorbehalten ist. Das zentrale Treppenhaus erschließt alle Ebenen, ein Personenaufzug gewährleistet die barrierefreie Nutzung. Der zweite bauliche Rettungsweg wird über eine außenliegende Stahltreppe an der Südostecke sichergestellt. Der Haupteingang liegt auf der Westseite und ist durch eine eingerückte Fassade mit überdachter Vorzone klar erkennbar.

Eine besondere Herausforderung stellte die enge Terminschiene dar, da Schul‑ und Baubetrieb parallel verliefen. Die Beeinträchtigung des laufenden Schulbetriebs wurde dabei auf das notwendige Minimum reduziert. Konstruktiv ist der Erweiterungsbau bereits auf eine mögliche spätere Aufstockung um ein drittes Geschoss vorbereitet.

Gestalterisch prägen eine sägerau ausgeführte Lärchenverschalung mit Vorvergrauung sowie Holz‑Aluminium‑Fenster das äußere Erscheinungsbild. Der Haupteingang und die Außentreppe sind mit Faserzementplatten in erdigem Grün und Cremeweiß akzentuiert. Im Innenraum kommen weiß lasierte OSB‑Flächen, Faserzementplatten, Holzlamellendecken sowie Akustikdecken zum Einsatz. Als Bodenbeläge wurden Linoleum und Fliesen in Steinoptik gewählt.