Die Sanierung des ehemaligen Gaswerks erfolgt in zwei Teilbereichen. Während der erste Abschnitt bereits erfolgreich mithilfe des Großlochbohrverfahrens abgeschlossen werden konnte, erfolgt der Aushub im zweiten Bereich konventionell unter dem Schutz einer bestehenden Bohrpfahlwand. Aktuell wird in rund drei Metern Tiefe gearbeitet. Der Aushub wird schrittweise bis auf eine Tiefe von etwa elf Metern fortgeführt.
Besonders herausfordernd gestalteten sich die Arbeiten im Umfeld ehemaliger Teergruben, in denen flüssiger Teer konditioniert und anschließend ausgehoben werden musste. Aufgrund der hohen Schadstoffbelastung arbeiten die Fachkräfte unter Vollschutz.
Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die sichere Entsorgung des kontaminierten Erdreichs. Da eine Zwischenlagerung vor Ort nicht möglich ist, wird das belastete Material nach vorheriger Beprobung direkt zur entsprechenden Entsorgungsstelle transportiert. Die vollständige fachgerechte Abwicklung übernimmt die Geiger Entsorgung.
Unterstützend wird das Projekt durch die Verfahrenstechnik begleitet. Im Rahmen der baubegleitenden Maßnahmen ist eine Grundwasserabsenkung erforderlich. Das abgepumpte Wasser wird über eine mobile Reinigungsanlage aufbereitet und anschließend in das öffentliche Kanalnetz eingeleitet. Ergänzend kommt eine Bewetterungsanlage zum Einsatz, die ausgasende Gefahrenstoffe absaugt und über ein spezielles Filtersystem reinigt.
Ein bedeutender Meilenstein wurde bereits erreicht: Der Rückbau der kontaminierten Teergruben konnte in den vergangenen Wochen erfolgreich abgeschlossen werden. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Juni 2026 geplant.